Am 12.02.11 berichtete die RHEINPFALZ über die Entstehungsgeschichte der Markierungspfeile auf "unserer" Volkslaufstrecke in den Reiterwiesen. Treibende Kraft dahinter war unser Vereinsmitglied Rolf Hohmann.
Rundweg mit Charme
Das Naherholungsgebiet „In den Reiterwiesen" ist von nun an mit einer Beschilderung für Liebhaber von Sport und Natur versehen. Diese soll Joggern, Walkern und Spaziergängern künftig Auskunft über die zurückgelegte Wegstrecke geben.
„Laufstrecke Reiterwiesen - 5,3 km Rundkurs - jeder km markiert" - auf blau-gelbem Metall prangen diese Informationen in rund zwei Meter Höhe am Lichtmast des Sportplatzes gegenüber der Rundsporthalle. Das Schild markiert Start beziehungsweise Ziel der Laufstrecke.
Von dort aus geht es exakt 5,3 Kilometer an den Tennisplätzen vorbei, an der Queich entlang zur früheren Kläranlage nach Godramstein. Dort angekommen, führt der Weg etwas nördlicher parallel zur Godramsteiner Hauptstraße wieder zurück zum Ausgangspunkt in den Landauer Prießnitzweg. Im Abstand von je einem Kilometer können sich Läufer, Spaziergänger oder Fahrradfahrer anhand von mehreren Metallschildern orientieren und sich über die bereits zurückgelegten Kilometer informieren.
Der passionierte Läufer Rolf Hohmann aus Landau, der sich rund dreimal in der Woche mit dem Laufen fit hält, ist der Initiator der neuen Beschilderung. Die Idee hierzu habe er aus Reisen durch Amerika und Australien mit nach Hause gebracht. Nach dem Vorbild so genannter amerikanischer „Walk Trails" wollte er „seinen" Weg an der Queich gestalten. Mit seinem Anliegen wandte er sich an die Stadt und suchte nach einem Sponsoren für die Schilder.
Unterstützung fand der 67-Jährige schließlich bei der Energie Südwest, welche die metallenen Wegweiser finanzierte. Mitarbeiter des städtischen Bauamtes brachten vor Kurzem die rund 30 großen sowie kleinen Schilder auf der Strecke an, die zuvor von Hohmann und seiner ebenfalls laufbegeisterten Frau mehrere Wochen lang „Zentimeter für Zentimeter genau" mit einem Rollbandmaß vermessen wurde. „Viele Studenten und Rentner beispielsweise wissen gar nicht, dass es die Rundstrecke gibt", gab Hohmann zu bedenken. Das soll sich nun ändern.
„Laufen ist gesund, macht beweglich und hält fit", erinnerte Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer bei der offiziellen Vorstellung des Weges an die Vorzüge des Sports, für den man lediglich ein Paar gute und bequeme Schuhe benötige. Im Namen der Stadt bedankte er sich bei Hohmann für die Idee, die er als „alter Läufer" ohne zu zögern unterstützt habe. Die Reiterwiesen-Strecke sei die schönste in Landau und besonders dann traumhaft, wenn zum Beispiel in den frühen Morgenstunden der Uhu rufe. „Zu jeder Tageszeit hat die Strecke einen ganz besonderen Charme", weiß Schlimmer aus Erfahrung. Er selbst laufe rund viermal pro Woche jeweils eine Dreiviertelstunde an der frischen Luft - bevorzugt an der Queich.
Rolf Hohmann reist gerne. Bald zieht es ihn nach Südamerika. Mit im Gepäck - und das bereits seit über 30 Jahren: seine Laufschuhe. „Die habe ich immer dabei", erzählte der Landauer mit einem Lächeln auf den Lippen. (kjp)