Sie haben sich gewehrt, gut dagegengehalten, mussten nach 95 Spielminuten aber doch die Überlegenheit des Tabellenführers SSC Freisen anerkennen. Die Spielerinnen des ASV Landau verloren am Samstagnachmittag vor heimischer Kulissen mit 1:3 (25:19, 17:25, 16:25, 22:25) das Oberliga-Topspiel.
„Freisen ist die mit Abstand beste Mannschaft der Liga und sie stehen zu Recht genau da, wo sie stehen. Sie machen sehr wenige Fehler, sind richtig gut eingespielt und besitzen darüber hinaus noch eine hohe individuelle Klasse“, erkannte ASV-Trainer Kai Lohkamp. „Vor zwei Jahren kamen sie hierher und waren chancenlos, jetzt sind sie deutlich weiter und haben mit sieben U20/U18-Spielerinnen im Kader die Zukunft noch vor sich“, lobte Lohkamp die Arbeit seiner Kollegin Brigitte Schumacher.
In den ersten Spielminuten war der ASV aber der Dominator, mit guten Aufschlägen (Laura Rees, Sofie Eckle) und konsequenter Chancenverwertung am Netz (Saskia Hapke, Antje Sieveke) setze er die Gäste derart unter Druck, dass der seit dem 13:7 bestehende Sechs-Punkte-Vorsprung bis zum Ende hielt. Auch im zweiten Satz erwischten die Gastgeberinnen den besseren Start, bei 11:7-Führung war allerdings der Zenit des Tages erreicht. Mit ihrer besten Aufschlagspielerin Doreen Werth am Service kam der SSC zu einer Zehn-Punkte-Serie, die Lohkamp auch mit zwei Auszeiten (bei 11:9 und 11:13), einem Spielerwechsel (bei 11:14) und dem Liberoaustausch (bei 11:16) nicht stoppen konnte. Dieser Rückschlag war schwer zu verdauen, im gesamten dritten Satz (1:10, 5:14, 11:19) hatte man dem schnell und präzise vorgetragenen Angriffsspiel des Gegners nichts entgegenzusetzen.
„Im vierten Satz waren wir wieder auf Augenhöhe. Schade, dass es nicht für den Tie-Break gereicht hat“, rekapitulierte Laura Rees. Nach knappen Rückstand über den kompletten Satzverlauf (8:10, 16:18, 20:22) kamen die Landauerinnen nach einem umkämpften Ballwechsel zum 22:22-Ausgleich, dann folgten allerdings drei schnelle Eigenfehler in Zuspiel, Angriff und Annahme und die Chance auf den fünften Satz war dahin.
aus der RHEINPFALZ vom Montag, den 30.01.2012